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Zimmererinnung Dresden
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 Zimmererinnung Dresden




Aktuelles


Maibaumstellen 2017


Sehr geehrte Kollegen und Freunde des Zimmererhandwerkes,

die zwei Tage 28.04. bis 29.04.2017 standen ganz im Zeichen zünftiger Verbands,- und Innungsarbeit sowie der Grundlagenarbeit für ein starkes Zimmererhandwerk.

Die Eröffnung der Holzbautage in Dresden am Freitag, den 28.04.2017 bildete das gemeinsame Treffen der Obermeister der westfälischen Zimmererverbände sowie von Chemnitz und Dresden. Dabei fand ein reger Erfahrungsaustausch über die verschiedenen Ansätze der Innungsarbeit, der Gewinnung von Auszubildenden und den unterschiedlichen Modellen der Aus,- und Weiterbildung statt.

Der Nachmittag des Freitages war mit Fachvorträgen von namenhaften Referenten gefüllt. Eröffnet wurde die Serie von Ulf Sonntag, Geschäftsführer ZGD, der uns auf den aktueller Stand zur FSC/PEFC-Zertifizierung für Zimmererbetriebe brachte. Diskutiert wurde auch die Möglichkeit einer Gruppenzertifizierung über die Verbände oder Innungen und deren Vor und Nachteile.

Herr Dipl.-Ing. (FH) Johannes Niedermeyer vom Holzbau Deutschland Institut berichtete uns über die von Holzbau Deutschland und den westfälischen Zimmererverbänden gemeinsam finanzierten Brandversuche für Wand- und Deckenkonstruktionen in Holzbauweise für F60/F90.


Auch immer sehr interessant sind die Vorträge von Dipl.-Ing. E.U. Köhnke über seine Arbeit als ö.b.u.v. Sachverständiger und häufige Schadensfälle im Holzbau mit seinen Hinweisen zur Schadensvermeidung für uns Zimmerer.


Zum Abschluss der Vortragsserie beschäftigten wir uns mit der Überarbeitung der Bemessungstafeln zum Eurocode 5, deren Erweiterung zur Brandbemessung, interessant vorgetragen von Dr.-Ing. Holger Schopbach von Bundesfachschule des Deutschen Zimmererhandwerks in Kassel. Die neue Auflage wird ebenfalls in Kürze über die Infoline der LIV Sachsen zur Verfügung stehen.


Nach der geistigen Arbeit fanden die Teilnehmer bei dem abendlichen Stadtrundgang zum Thema " Auf den Spuren von Ratszimmermeister George Bähr" die nötige Bewegung. Der Abend klang bei gutem Essen und angeregten Gesprächen unter Kollegen in der Schankwirtschaft des Schießhauses Dresden aus.

Der Maibaum auf dem Dresdner Altmarkt wurde dieses Jahr wieder früh, nach Sonnenaufgang, vom Holzzentrum Wöhlk Dresden geliefert. Die stattliche Fichte mit einem Zopfdurchmesser von 45 cm stammt aus der Dresdner Heide, nahe der Hofewiese und wurde von den Kollegen vom Sachsenforst geschlagen. Die Absperrzäune und Hebestangen wurden durch Andreas Klemm herbeigeschafft und dieser sicherte diesmal auch den Maibaum mit seiner Technik.


Der ca. 1200 kg schwere Stamm wurde durch viele Helfer mit Kränzen und bunten Bändern geschmückt und mit einer 8 m langen Birke gekrönt. Pünktlich 11.00 Uhr versammelten sich die ca. 40 Zimmerer, und begannen mit Stangen den Maibaum zu heben. 


Die übrigen Zimmerer und zahlreichen Gäste beobachteten das durch Ralf Lepski und Nico Neubert koordinierte Richten des Maibaumes der Zimmerer. Nach ca. 80 Minuten prangte der Maibaum auf dem Dresdner Altmarkt unter dem Jubel der zahlreichen Schaulustigen, die trotz des durchwachsenen Wetters sich das jährlich stattfindende Spektakel der Zimmerer nicht nehmen ließen. Nach dem der Baum gesichert war, fielen die Seidenbänder für den anschließenden Tanz um den Maibaum aus der dafür vorgesehenen Befestigung. Ein gemeinsamer Rundklatsch der Zimmerer mit den Tänzerinnen aus den unterschiedlichsten Nationen eröffnete den Tanz auf dem Altmarkt und setzen damit ein Zeichen wo Zimmerer zu hause sind: in Dresden und in der ganzen Welt.

Herr Dr. Robert Franke als Vertreter der Stadt Dresden durfte diesmal das erste Holzfass Augustiner anstechen. Die Tänzer des Tanzensembles der TU Dresden, die Zimmerer und die anwesenden Gäste ließen den Nachmittag auf dem Dresdner Altmarkt ausklingen und zogen dann weiter zu Schießhaus Dresden.

Der große Saal des Schießhauses war gegen 16.00 Uhr bis auf den letzten Platz gefüllt, als der Geschäftsführer der Zimmererverbände Westfalens und Sachsens Matthias Eisfeld die Gäste aus der Politik , Vertretern der Handwerkskammer und der Kreishandwerkerschaft Dresden begrüßte. Nach kurzweiligen Ansprachen wurde feierlich der symbolische Schlüssel von dem Vorstandsmitglied der Kreishandwerkerschaft Dresden, Herrn Roland Böhm gemeinsam mit Herrn Oberbürgermeister der Stadt Dresden Herr Dirk Hilbert an die neuen Hausherren übergeben.

Herr Markus Becker, Vorstandsvorsitzender der Zimmerer Westfalen begrüßte alle Gäste, die neuen und alten Nutzer des Hauses und nahm die Glückwünsche von den Vertretern aus Politik, Handwerkspolitik, der Industrie und des Handels sowie der befreundeten Innungen in Empfang. Die Geschichte des historischen Gebäudes reicht bis in das Jahr 1554 zurück, also ein Jahr vor der ersten urkundlichen Erwähnung der Zimmererinnung Dresden.

Das sächsische und westfälische Zimmererhandwerk wird in dem Gebäude ein Fach,- und Schulungszentrum für den Holzbau einrichten und somit Anlaufpunkt für kommunale und private Bauherren sein, um diese in der ältesten und ressourcenschonenden Bauweise kompetent beraten zu können. Weiter wird die Geschäftsstelle des Landesinnungsverbandes der sächsischen Zimmerer im Dachgeschoß ihr neues Zuhause finden.

Oberbürgermeister Dirk Hilbert stach zur Feier das Tages, wie schon oft bei uns Zimmerern, ein Fass Bier an und anschließend sorgte Frau Ute Stöhr, Wirtin der Schankwirtschaft "Zum Schießhaus" für ein reichhaltiges und leckeres Büfett.


Der anschließende Festabend ging lange, sehr lange....

Wir Zimmerer freuen uns auf ein zünftiges Innung,- und Verbandsleben im Dresdner Schießhaus und fördern somit den Holzbau der Region und den Werkstoff Holz im Allgemeinen.

Die nächste Veranstaltung der Zimmererinnung Dresden wird neben einer Mitgliederversammlung das Stadtfest in Dresden sein, dieses findet vom 18. - 20. August 2017 statt.


Bis dahin frohes Schaffen.
Thomas Schneider.



 




Innungsausflug 2017


Sehr geehrte Firma STEICO,
sehr geehrte Kollegen Zimmerer und Holzbauunternehmer,

einen großen Dank an Michael und Jens von der Firma STEICO für die Organisation und natürlich auch der Firma STEICO für die großzügige finanzielle Unterstützung.

Freitag, den 24.02.2017 sind wir von Dresden-Klotzsche aus gestartet und unsere erste Station war der Braunkohletagebau Welzow. Die Eindrücke von Weite und Dimensionen lassen sich weder beschreiben, noch auf den Bildern erahnen. Man muss es einfach mal gesehen haben, wie das schwarze Gold der DDR gefördert wurde und immer noch eine unverzichtbare Energiequelle für unseren Energiemix darstellt. Nach einer zünftigen Bergmannsvesper im Landgut Geisendorf ging es weiter nach Polen.

Schon am Freitag schauten wir uns Teile des sogenannten Ostwalles an, konkret eine Stahl/Holzbrücke, die unter der Fahrbahn versenkt werden kann und theoretisch bis heute funktioniert.

Vorbei an der 32 Meter hohen Christus-König-Statue in Swiebodzin fuhren wir ins Sporthotel nach Wronki. Die durch unsere Anwesenheit überraschte Hotelküche zauberte für uns 30 Leute ein Abendessen und wir beschlossen den langen Abend polnisch, natürlich mit Wodka.

Der Samstag begann früh mit der Werksführung bei der Firma STEICO. Auch hier waren wir von der Dimension des ca. 53 ha umfassendes Geländes überrascht und schauten uns Europas größtes integriertes Werk zur Herstellung von Holzfaser-Dämmstoffen an. Von Trocken- und Nassverfahren in der Holzfaserherstellung bis hin zur Werkstoffprüfung der Stegträger STEICOwall und  STEICOjoist konnten wir uns informieren. Vielen Dank auch hier für die sehr interessanten Einblicke in die Produktion von STEICO.

Nach dem Mittag bei STEICO fuhr uns unser netter Busfahrer der Firma Gendritzki nach Posnan. Hier in der schönen kleinen Altstadt erlebten wir eine kulinarische Stadtführung mit viel Wissenswertem über die Essgewohnheiten der Einwohner Posnans, über die Geschichte der Stadt und wir speisten dabei wirklich fürstlich.

Auf der Rücktour am Sonntag besichtigten wir eine Bunkeranlage des 1934 - 1938 entstandenen Ostwalles. Hier konnten wir uns von der Größe und Technik des letztlich sinnlosen Verteidigungswalles einen Eindruck verschaffen. Nach den kalten Bunkergängen wurden wir auf dem liebevoll gestalteten Bauernhof in Miedzyrzecz mit leckeren Speisen verwöhnt. Aufgewärmt und gestärkt konnten wir so den Heimweg nach Dresden antreten.

Vielen Dank an alle, die mit waren. Wir sehen uns zur nächsten Innungsversammlung oder spätestens zum Maibaumstellen auf dem Dresdner Altmarkt.